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Josko Renčels Rosé überzeugt mit wenig Schwefel und belebender Säure

Es dürfte sich allmählich auch unseren Breiten herumsprechen, dass Rosé nicht nur ein albernes rosarotes Getränk ist, sondern richtiger Wein sein kann. Vielleicht hat der zweifelhafte Ruf von Wein aus weiß gepressten roten Trauben damit zu tun, dass Rosé für viele Produzenten lediglich der schnöden Resteverwertung dient. Steirischer Schilcher geriet bis vor kurzem oft nur zum geschmacksbefreiten saueren Traubensaft. Heute bekommt man selbst von dort immer öfter anständigen Wein. Auch andere Regionen können sich endlich dazu aufraffen, Rosé zu keltern, den man freiwillig trinken will.

 

Ein richtiges Kaliber kommt aus dem slowenischen Karst, nördlich von Triest. Aus der autochthonen Sorte Teran, die an Widerspenstigkeit kaum zu überbieten ist, gelingt Josko Renčel ein furioser Rosé. Die steil zum Meer abfallenden Weinberge mit ihren kargen Böden sind nur schwer zu bewirtschaften. Es ist eine raue Gegend – außer Wein gedeiht dort nicht viel. Renčels Rosé ist ein Robuster Kerl mit belebender Säure und Tiefgang. Aus biologischem Anbau, spontan vergoren, wenig Schwefel. Kein müdes Wässerchen, sondern richtig wilder Wein.

Christina Fieber, 28. Juli 2017 RONDO, derStandard

 

Josko Renčels Rosé„Renčel Teran Rosé“, bei La Salvia um € 13,20


2017

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